Die Corsage und ihre Geschichte

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Der Begriff Corsage wird heute mit sexy Unterwäsche verbunden, die das Dekolté auf eine ansprechende Weise hervorhebt. Dabei hat das Korsett eine lange Tradition. Bereits im 15. Jahrhundert trug man die enganliegenden Oberteile. Damals sprach man allerdings noch von einer Schnürbrust und wurde als steifes Oberteil in der Mode getragen.

Das änderte sich erst im 18. Jahrhundert. Vor dieser Zeit gibt es nur wenige Belege über die damalige Mode. Ab 1730 werden die Corsagen vorne oder hinten geschnürt und daraus entwickelte sich dann auch die Trachtenmode aus dem süddeutschen Raum. Seltener anzutreffen waren Korsetts mit Ösen und Hacken. Um die Versteifung des besonderen Oberteils zu erreichen wurde noch bis ins 19. Jahrhundert dafür Fischbeinknochen verwendet.
Die Mode und die Form änderten sich immer wieder. So war es ein paar Jahrzehntelang schick die Brüste gegeneinander zudrücken, ein anderes Mal wurde es derart mit der Schnürung übertrieben, dass eine so genannte S-Form im Rücken entstand.

Erst um 1920, als die Emanzipation der Frau langsam erste Züge annahm, verschwindet die Corsage als modisches muss und wird zu einem erotischen Accessoire.

 

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